Hyperloop und Weltraumbahnhof – Zukunftsszenarien der Flughafenregion BER

von | Mrz 10, 2022

Blicken wir auf die Nachrichten der Zukunft! Die Agenturen tickern am 30. Juni 2035 folgende zwei Neuigkeiten:
+++ 1. Die erste Falcon 11-Rakete startet vom neuen Weltraumbahnhof in Sperenberg im brandenburgischen Landkreis Teltow-Fläming. +++ 2. Die Firma „LogLoop“ führt in Sperenberg den ersten Probelauf des Hochgeschwindigkeitssystems auf der Teststrecke zum Überseehafen nach Rostock durch. +++

Diese beiden systematisch erarbeiteten Szenarien zur Zukunft der Flughafenregion als Wissenschafts- und Innovationsstandort sind ein wichtiges Zwischenergebnis des Teilprojektes Regional Foresight des Innovation Hub 13. Seit Anfang des Jahres 2021 hat das Team an der TH Wildau etappenweise diese Szenarioanalyse entwickelt und nun unter dem Titel „Zukunft der Flughafenregion Berlin-Brandenburg als Wissenschafts- und Innovationsstandort im Jahr 2035“ Teilergebnisse veröffentlicht.
Szenario 1 „Zentral gesteuerte Industrialisierung“ verwendet u. a. Elemente eines Weltraumbahnhofs, Szenario 2 „Dezentrale Spezialisierung bottom-up“ die eines Terminals für sog. Hyperloops (Hochgeschwindigkeitsverkehrssysteme).

Bewusst überzeichnet sollen diese Szenarien für unterschiedliche Zukünfte der Region sensibilisieren und letztlich die Möglichkeit bieten, frühzeitig Chancen und Risiken bestimmter Entwicklungen abzuschätzen und darauf bezogene Handlungsansätze zu entwickeln.
Derzeit werden in persönlichen Gesprächen mit Regionalakteur:innen und anschließend bei einem Workshop im April 2022 erste Handlungsansätze identifiziert und konkretisiert. Es sollen möglichst viele solcher lokal und regional Aktiven daran beteiligt sein und auf diese Weise der Entwicklung der Flughafenregion neue Impulse geben.

 

 

Szenarien

1. Zentral gesteuerte Industrialisierung

2. Dezentrale Spezialisierung bottom-up

Grafiken © Dr. Franziska Schwarz | sci|vi|sto

Vom Konzept zum Szenario

Die Szenarioanalyse ist von Beginn an als partizipativer Prozess konzipiert, in den Regionalakteur:innen phasenweise eingebunden sind. Gemeinsam mit dem Dialogforum Airport Berlin-Brandenburg und der Complan Kommunalberatung GmbH wurde zunächst das Konzept abgestimmt, das methodische Vorgehen festgelegt sowie eine vertiefende Status quo-Analyse vorgenommen.
Daraufhin ermittelte das Regional Foresight-Team mit Vertreter:innen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunen Einflussfaktoren und Zukunftsprojektionen. Dies erfolgte in der Form von Workshops mit knapp 50 Teilnehmer:innen aus beiden Teilen der Flughafenregion. Sie identifizierten knapp 200 Einflussfaktoren, die vom Szenarioteam aufbereitet und der Auswahl von Schlüsselfaktoren zugrunde gelegt wurden. Darüber hinaus generierten sie für diese Schlüsselfaktoren 52 Zukunftsprojektionen, die nach Aufarbeitung und Konsistenzanalyse letztendlich zu den beiden Szenarien „Zentral gesteuerte Industrialisierung“ und „Dezentrale Spezialisierung bottom-up“ führten.
Im Anschluss an die grafisch umgesetzten Szenarien konnten Chancen und Risiken abgeleitet werden, die als Brücke für die Erarbeitung von Handlungsansätzen und Maßnahmen fungieren.

Dr. Frank Hartmann

Forschungsgruppe Innovations- und Regionalforschung
Technische Hochschule Wildau
E: frank.hartmann@th-wildau.de
T: 03375 508 214

Workshop – Agenda und Anmeldung

Die Ergebnisse der gegenwärtigen Gespräche mit Regionalakteur:innen werden in einem Workshop am 7. April 2022 diskutiert, konkretisiert und priorisiert. Interessierte sind hierzu herzlich eingeladen.
Anmeldungen sind bis zum bis 25. März 2022 bei Dr. Frank Hartmann möglich. Der Workshop ist als Präsenzveranstaltung geplant und findet im ViNN:Lab, dem Makerspace der TH Wildau, statt.

Agenda des Workshops
“Die Zukunft der Flughafenregion Berlin-Brandenburg als Wissenschafts- und Innovationsstandort – eine Szenarioanalyse”

Fragen, Anregungen oder
konkrete Vorhaben?
Wir freuen uns auf ein Gespräch.

Technische Hochschule Wildau

 
 

Hochschulring 1
15745 Wildau

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03046 Cottbus

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→ www.b-tu.de

 

Der „Innovation Hub 13 – fast track to transfer“ der Technischen Hochschule Wildau und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gehört zu den 29 ausgewählten Gewinnern der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule”, ausgestattet mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF und des Landes Brandenburg. Weitere Informationen finden Sie unter www.innovative-hochschule.de

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