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„Zu nah? – Mit Abstand mehr Sicherheit!“
Ein Citizen Science-Projekt an der Technischen Hochschule Wildau powered by Innovation Hub 13.

Gemeinsam mit Brandenburger Bürger:innen messen wir den Überholabstand zwischen Fahrrad und Auto und überprüfen mithilfe des OpenBikeSensor, ob der nach StVO geltende Mindestabstand eingehalten wird.

Das Projekt: Erst in die Werkstatt, dann aufs Rad

Anderthalb Meter – so groß muss der Sicherheitsabstand beim Überholen von Radfahrenden laut Straßenverkehrsordnung (StVO) in Deutschland innerorts sein. Doch vielen Verkehrsteilnehmenden sind diese seit 2020 neu geltenden Vorgaben nicht bewusst. Genau hier setzt unser Projekt an. Wir gehen mit Hilfe engagierter Bürger:innen der Frage nach, wie nah Radfahrende von Autos oder LKWs tatsächlich überholt werden, und welche möglichen Gründe hinter einer (Nicht-)Einhaltung des Sicherheitsabstands stecken können.

In insgesamt sieben zweitägigen Workshops in Wildau, Luckenwalde und Cottbus hatten rund 50 Bürger:innen von Mai bis Juli 2022 die Gelegenheit, selbst einen OpenBikeSensor (OBS) zusammenzubauen. Diese Sensoren erheben nun bei jeder Fahrradfahrt wertvolle Messdaten.

Motto: “make, ride and measure”

Die Umsetzung des Projektes erfolgt in drei Schritten: Make, Ride, Measure.

MAKE: Unter Anleitung haben Bürger:innen in Workshops im Makerspace ViNN:Lab in Wildau, im Gewerbehof der Präsenzstelle Luckenwalde oder im COLab in Cottbus einen OpenBikeSensor aus Einzelkomponenten zusammengebaut und getestet.

RIDE: Die OpenBikeSensoren gehen bei jeder Fahrradfahrt der Nutzer:innen auf Messtour im Straßenverkehr.

MEASURE: Es wird überholt? Durch Betätigen eines kleinen Knopfes am Lenker wird der Überholvorgang geloggt und der gemessene Abstand auf dem Display angezeigt. Die gefahrene Strecke und die Überholvorgänge werden gespeichert und anschließend ausgewertet.

Ergebnisse + Abschlussveranstaltung

Bis 23. September sammelten rund 50 Radfahrende täglich neue Daten auf den Brandenburger und Berliner Straßen. Die erhobenen Daten konnten von den Teilnehmenden direkt in das OpenBikeSensor-Portal – betrieben vom ADFC Brandenburg –  hochgeladen werden. Eine Karte visualisiert alle hochgeladenen Messungen.

Die Projektergebnisse werden bei der Abschlussveranstaltung am 5. Dezember ab 17 Uhr sowohl in Wildau als auch online den Bürger:innen und Politiker:innen aus der Region präsentiert und gemeinsam mit ihnen diskutiert. Hier gelangen Sie zur Anmeldung und zur Programmübersicht.

Der OpenBikeSensor

© CC-BY-SA 4.0 international OpenBikeSensor / mjaschy

Der OpenBikeSensor (OBS) ist ein von Bürger:innen ehrenamtlich entwickeltes Open Source-Projekt, das Anfang 2022 den 1. Platz des Deutschen Fahrradpreises in der Kategorie „Service und Kommunikation“ gewonnen hat. Mit einem GPS-Modul und Ultraschall-Sensor versehen ermittelt der Sensor bei Überholvorgängen den genauen Ort sowie den jeweiligen Abstand rechts und links, und speichert die Daten auf der im Sensor eingebauten SD-Karte. Das Open Source-Projekt OBS stellt alle Bau- und Schaltpläne sowie die dazugehörige Software für den Eigenbau zur Verfügung. Rund um den OpenBikeSensor gibt es eine wachsende Community, die schon in vielen Orten in Deutschland Überholvorgänge misst und die Technik der Sensoren stetig weiterentwickelt.

Hintergrund

Studien zeigen, dass das Fahrrad aus Angst, im Straßenverkehr gefährdet zu werden, häufig gar nicht erst genutzt wird. Nicht ohne Grund gilt laut Straßenverkehrsordnung (StVO) beim Überholen von Fahrrädern ein Mindestabstand von anderthalb Metern (innerorts) bzw. zwei Metern (außerorts). Hier möchte unser Projekt für die Region Brandenburg ansetzen. Gemeinsam mit engagierten Brandenburger:innen untersuchen wir, welche Umstände (wie z. B. parkende Autos, erlaubte Geschwindigkeit, Breite der Straße usw.) dazu führen, dass der Überholabstand (nicht) eingehalten wird. Auch werden weitere Einflussfaktoren wie geltende Geschwindigkeitsbegrenzungen, Ortslage oder vorhandene Radinfrastruktur systematisch auf mögliche Zusammenhänge analysiert.

Mithilfe der erstellten Datensammlung sollen Gefahrenstellen im Straßenverkehr identifiziert und subjektive Einschätzungen mit objektiven Daten erfasst und verglichen werden. So können Bedarfe für Maßnahmen abgeleitet werden, ohne dass es erst zu einem Unfall kommen muss. Schlussendlich soll das Projekt ein Bewusstsein für zu nahes Überholen schaffen. Denn nur wenn sicheres Radfahren möglich ist, wird das Fahrrad auch genutzt.

Im Rahmen von „Zu nah? – Mit Abstand mehr Sicherheit!“ kooperieren der Innovation Hub 13, die BMVI-Stiftungsprofessur Radverkehr, der Makerspace ViNN:Lab der TH Wildau, die Präsenzstelle Luckenwalde, der Makerspace COLab an der BTU Cottbus-Senftenberg, das Projekt OpenBikeSensor und der ADFC Brandenburg.

Einblick + weitere Informationen

Einen Einblick in das ViNN:Lab der TH Wildau sowie weitere Informationen über den OpenBikeSensor bieten das folgende Video und der Blogpost zum Thema.

Zum Video →

Zum Artikel →

Mitmachen? Jetzt in die Warteliste eintragen!

Die Ausleihe von OpenBikeSensoren ist vorerst nicht mehr möglich. Es ist jedoch im kommenden Jahr die Ausleihe über den ADFC Brandenburg geplant. Bitte hinterlassen Sie bei Interesse an der Ausleihe eines OpenBikeSensors für die Datenerhebung von Überholabständen in Brandenburg und Berlin Ihre Kontaktdaten. Wir setzen Sie auf eine Warteliste und übergeben diese dem ADFC Brandenburg.

Jetzt eintragen

 

Anmeldung zur Abschlussveranstaltung

Wir laden alle Teilnehmenden und Interessierten herzlich ein, am 5. Dezember 2022 um 17 Uhr an unserer Abschlussveranstaltung teilzunehmen. Wir freuen uns, die Projektergebnisse gemeinsam zu diskutieren. Eine verbindliche Anmeldung ist bereits möglich, weitere Informationen folgen.

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Fotohinweis

Bei der Abschlussveranstaltung am 5. Dezember handelt es sich um eine öffentliche Veranstaltung. Auf dieser Veranstaltung werden Fotoaufnahmen erstellt, mit deren Verwendung im Rahmen unserer Öffentlichkeitsarbeit und zu Dokumentationszwecken Sie sich durch den Besuch der Veranstaltung einverstanden erklären.

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Damit wir Sie zum Citizen Science Projekt "Zu nah? - Mit Abstand mehr Sicherheit" informieren können, möchten wir Ihre Kontaktdaten speichern. Mit Absenden des Formulars stimmen Sie unsen Datenschutzhinweisen zu.

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Für Fragen und Hinweise stehen Ihnen die auf dieser Seite u. g. Ansprechparterin zur Verfügung.

 

Ansprechpartnerinnen

Eine Projektkooperation von

ZoeIngram_byAlexanderRentsch

Zoe Ingram
Citizen Science
TH Wildau

E: citizen.science@th-wildau.de
T: 0151 502 14 520

ZoeIngram_byAlexanderRentsch

Marie Lammel
Citizen Science
TH Wildau

E: citizen.science@th-wildau.de
T: 03375 508 445

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www.th-wildau.de

 

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Platz der Deutschen Einheit 1
03046 Cottbus

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→ www.b-tu.de

 

Der „Innovation Hub 13 – fast track to transfer“ der Technischen Hochschule Wildau und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gehört zu den 29 ausgewählten Gewinnern der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule”, ausgestattet mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF und des Landes Brandenburg. Weitere Informationen finden Sie unter www.innovative-hochschule.de