Regional Foresight

Im Rahmen von Regional Foresight werden durch eine interdisziplinäre Sichtweise auf die InnoHub 13 Region unter Berücksichtigung unterschiedlicher räumliche Dimensionen und Kontexte Zugänge zur Identifizierung und Mobilisierung regionaler Problemlösungspotenziale entwickelt. Den Ausgangspunkt hierfür bildet die Verständigung über regionale Problemlagen, die zu Grundlagen für die Antizipation möglicher Zukünfte gemacht werden können. Das so erzeugte Wissen bietet Anregungen und Orientierung für nutzer:innenzentrierte Innovationsprozesse.

Dabei kombiniert Regional Foresight auf flexible Weise und in unterschiedlichen Konstellationen zwei Wissensarten: Das Wissen über den Status quo regionaler Problemlagen und entsprechender Lösungspotenziale und das Wissen über deren mögliche Zukünfte. Beide Wissensarten sind für Politik und Verwaltung relevant: Erstere als analytische Basis für Entscheidungsprozesse mit eher kurz- und mittelfristigem Zeithorizont, Zweitere als Bestandteil der strategischen Wissensbasis mit langfristigem Zeithorizont und als Voraussetzung, um mit Komplexität und Dynamik gesellschaftlicher Entwicklung im regionalen Kontext besser umgehen zu können.

Foresightprozesse

Ökonomische Regionalanalysen

Open Region

Das Foresightteam der TH Wildau identifiziert geeignete Themen für Foresightprozesse und setzt diese um, wobei unterschiedliche Methoden und Formate aus dem Foresightbereich zum Einsatz kommen. Das betrifft Methoden

  • zur Analyse und Beschreibung des Status quo, wie z. B. Wettbewerbs- oder SWOT-Analysen, Fallstudien und Rückblicke,
  • zur Entwicklung von Zukunftsprojektionen, etwa im Rahmen von Szenarioanalysen, sowie
  • zur Entwicklung von Handlungsoptionen für unterschiedliche Akteursgruppen, beispielsweise mittels Cross-Impact-Analysen, Chancen-Risiken-Betrachtungen oder Backcasting.

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Das Team der BTU analysiert regionale Potentiale und erfasst mithilfe von quantitativen Daten den Ist-Zustand der Region. Insbesondere wird der durch den Braunkohleausstieg bedingte Strukturwandel sowie sich daraus ergebende Herausforderungen und Chancen untersucht

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Das Open Region Team versteht regionale Herausforderungen als Potenziale und beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle sie in Innovationsprozessen spielen können. Mit qualitativen Methoden wie einer Zeitungsanaylse, Interviews und teilnehmenden Beobachtungen nähert sich das Team diesem Thema an und entwickelt Vorschläge, wie Hochschulen das Wissen rund um diese regionalen Herausforderungen durch systematische Transferprozesse aufgreifen und in den wissenschaftlichen Arbeitsalltag integrieren können.

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Prof. Dr. rer. pol. Dana Mietzner
TH Wildau

E: dana.mietzner@th-wildau.de
T: 03375 508 199

Dr. Frank Hartmann
TH Wildau

E: frank.hartmann@th-wildau.de
T: 03375 508 214

Markus Lahr
TH Wildau

E: markus.lahr@th-wildau.de
T: 03375 508 514

Prof. Dr. Stefan Zundel
BTU

E: zundel@b-tu.de
T: 03573 85 441

Marius Nagel
BTU

E: marius.nagel@b-tu.de
T: 03573 85 520

Caron Pomp
BTU

E: caron.pomp@b-tu.de
T: 03573 85 520

Prof. Dr. Suntje Schmidt
Leibniz IRS

E: suntje.schmidt@leibniz-irs.de
T: 03362 793 172

Julia Stadermann
Leibniz IRS

E: julia.stadermann@leibniz-irs.de
T: 03362 793 227

Foresightprozesse

Zukunft des Wissens- und Technologietransfers in der Innovation Hub 13 Region

In einem ersten Foresightprozess zur Zukunft des Wissens- und Technologietransfers in der Innovation Hub 13 Region wurde Wissen über regionale Akteure und Akteurskonstellationen, Organisationsformen, Handlungsfelder und Instrumente des Wissens- und Technologietransfers erzeugt, womit die strategische Ausrichtung des Innovation Hub 13 unterstützt wird. Ausgangsbasis für den Foresightprozess bildete eine umfangreiche rückblickende Analyse der Entwicklung des Wissens- und Technologietransfers in der Projektregion. Genutzt werden können die Ergebnisse von am Projekt Innovation Hub 13 unmittelbar beteiligte Akteur:innen, aber auch von anderen Transfereinrichtungen und Wirtschaftsförderungen auf unterschiedlichen regionalen Ebenen.

Folgende Produkte zum Prozess sind verfügbar:
 

Analyse zur Flughafenregion Berlin-Brandenburg

Im Jahr 2020 wurde die Flughafenregion BER von einem Team der TH Wildau unter dem Gesichtspunkt ihrer Wissenschafts- und Technologiepotenziale sowie ausgewählter Standortfaktoren in den Brandenburger Flughafenkommunen analysiert. Die Ergebnisse dieser ersten Analyse wurden mit unterschiedlichen Akteur:innen aus der Wirtschaftspolitik und -förderung, der Regionalpolitik sowie aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutiert. Sie bildeten die Ausgangsbasis für die Konzeption einer partizipativen Szenarioanalyse zur Zukunft der Flughafenregion als Wissenschafts- und Innovationsstandort. In Abstimmung mit dem Dialogforum Airport Berlin Brandenburg und complan Kommunalberatung GmbH wurde der Szenarioanalyseprozess Anfang 2021 gestartet.

Aus der ersten Analysephase sind verfügbar:
 

Gegenwärtig laufende Aktivitäten:

Ökonomische Regionalanalysen

Innerhalb des Transfervorhabens Innovation Hub 13 und dessen Teilprojekt Regional Foresight untersucht das Team seitens der BTU Cottbus-Senftenberg den Ist-Zustand der Projektregion sowie der einzelnen Teilregionen und leitet daraus (ökonomische) Analysen ab.

Standortfaktoren der Projektregion

Die Mitarbeiter haben eine Datenbank erarbeitet, welche die Faktorausstattung der Region sowie Inputs und Outputs des regionalen Innovationssystems über verschiedene Indikatoren und Zeiträume darstellt. Diese Regionaldatenbank bildet über 50 Indikatoren in sieben Kategorien ab und bündelt statistische Rohdaten unterschiedlichen Ursprungs auf der Website https://indikatoren.innohub13.de/.

Zur Veranschaulichung und für weiterführende Analysen können die Indikatoren sowohl als Diagramme als auch innerhalb von Landkarten dargestellt werden.

Die Datenbank richtet sich an Akteur:innen aus Politik und Verwaltung, in Unternehmen und aus dem Bereich der Wirtschaftsförderung sowie an Forscher:innen.

Ökonomische Analysen

Aufbauend auf der Datenerhebung hat das Regional-Foresight-Team der BTU zudem verschiedene ökonomische Analysen der Region durchgeführt.

Einige dieser Analysen wurden bereits innerhalb der Schriftenreihe des Fachgebiets Allgemeine VWL mit dem Schwerpunkt Energie- und Umweltökonomik veröffentlicht: Die Publikation „Wat den Eenen sin Uhl‘, is den Annern sin Nachtigall“ (2020) widmet sich ausgewählten Aspekten der Standortqualität der Lausitz.

In welchen Aspekten sich wiederum metropolitane gegenüber peripheren Regionen unterscheiden, untersucht der Vergleich „Das Innovationsgeschehen in Darmstadt-Starkenburg und in der Lausitz“ (2021).

Anhand der Auswertung von standort- und branchenbezogenen empirischen Ergebnissen schaut der aktuellste Aufsatz auf „Eine Region unter der Lupe. Versteckte Wirtschaftspotentiale der Lausitz“ (tbp).

Wirkungsmessung des regionalen Wissens- und Technologietransfers

Ein weiterer Arbeitsschwerpunkt ist sowohl die Wirkungserfassung (Outcome, Impact) des Innovation Hub 13 in seiner Gesamtheit als auch die Wirkungsmessung der jeweiligen Teilprojekte und einzelner Transferaktivitäten. Dazu erschien 2020 als erste Auswertung die Literaturstudie „Der Informationsgehalt von Indikatoren des Technologietransfers in peripheren Regionen“.  

Gegenwärtig laufende Aktivitäten

Aktuell untersuchen die Regional-Foresight-Teammitglieder der BTU Governance-Instrumente, die den Transfer zwischen Hochschulen, Forschungsinstituten und der regionalen Wirtschaft stärken sollen. Außerdem erheben und analysieren wir Daten zu regionalen Branchenschwerpunkten und Mikropotentialen.

Open Region

Die Aktivitäten des Teams Open Region verorten sich im Kontext der Forderung nach einem Neudenken der Zusammenhängen von Regionalentwicklung, Innovationspolitiken und Territorialität. Als Orientierung für dieses Neudenken dient die Open Region Heuristik (Schmidt et al. 2018), welche Handlungsoptionen in den Bereichen „Gelegenheiten schaffen und nutzen“ sowie „Expertise mobilisieren und verankern“ vorschlägt.

Innovationen verankern

InnoSalon

Mit den Innovation Salons erproben wir ein Transferformat, das Sichtbarkeit für Akteur:innen und regional relevante Themen schafft und als Methodik von Hochschulen und anderen Akteur:innen in der Region angewandt werden kann, um Innovationsprozesse zu unterstützen. Der erste Innovation Salon „Baruth und das Gesundheitshaus“ fand am 19.01 und 23.02.2021 statt.

Am 29.06. und 18.08.2021 findet das Innovation Salon Tandem „Instrumente für einen mehrdirektionalen Wissenstransfer“ statt. Für Ende des Jahres ist ein weiterer Innovation Salon mit zwei Terminen in Planung.

Gelegenheiten schaffen

Policy Lab

Im Rahmen von Policy Labs adressiert Open Region politische Gestalter:innen und bietet ihnen die Gelegenheit, die theoretischen und praktischen Erkenntnisse in passgenaue Politiken für die InnoHub 13 Region zu überführen. Die Labs erörtern Rahmenbedingungen, die einen offenen Transferbegriff und Transfer zwischen wissenschaftlichen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen befördern können. In der zweiten Jahreshälfte 2022 wird es zwei Policy Lab Termine geben.

Expertise mobilisieren

Good Practice Datenbank

Mit der Good Practice Datenbank sowie der zugehörigen Broschüre „Universities in mission-oriented innovation ecosystems“ bietet Open Region Inspirationen sowohl für Akteur:innen in nutzungszentrierten Innovationsprozessen als auch für politische Gestalter:innen.

Aktuell wird die Good Practice Datenbank um weitere Beispiele aus dem Team des IMW ergänzt. Die Datenbank umfasst Beispiele für gemeinsame Projekte von hochschulischen und außeruniversitären Akteur:innen aus den Niederlanden, Schweden und Großbritannien in unterschiedlichsten Anwendungsbereichen (z.B. Bildung & Forschung oder öffentliche Verwaltung).

Potenziallandkarte

Die aus den Innovation Salons entstehende Potenziallandkarte ist ebenfalls ein Angebot an Akteur:innen in nutzungszentrierten Innovationsprozessen, die ausgehend von lokalen Anlässen in der InnoHub 13 Region Handlungsempfehlungen zu ähnlich gelagerten Herausforderungen erhalten. Gleichzeitig wird die Potenziallandkarte zu einer Schablone für die systematische Erfassung von regionalen Impulsen entwickelt, die im Rahmen von Transferaktivitäten in die Hochschulen aufgenommen werden können. Die Potenziallandkarte und die Regionaldatenbank aus dem Team der ökonomischen Regionalanalyse stellen zwei sich ergänzende Sichtweisen auf regionale Innovationspotenziale dar.

Fragen, Anregungen oder
konkrete Vorhaben?
Wir freuen uns auf ein Gespräch.

Technische Hochschule Wildau

 

Hochschulring 1
15745 Wildau

Karte

www.th-wildau.de

 

Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg

 

Platz der Deutschen Einheit 1
03046 Cottbus

→ Karte

→ www.b-tu.de

 

Der „Innovation Hub 13 – fast track to transfer“ der Technischen Hochschule Wildau und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gehört zu den 29 ausgewählten Gewinnern der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule”, ausgestattet mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF und des Landes Brandenburg. Weitere Informationen finden Sie unter www.innovative-hochschule.de

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