Ohne innofab_ kein Silencemaker – Gewinner:innen 2021 heute

von | Mai 11, 2022

Noch bis 16. Mai 2022 können sich aktiv forschende Studierende, Mitarbeiter:innen, Professor:innen und Alumni (Abschluss ab 2017) der TH Wildau und der BTU Cottbus-Senftenberg für den innofab_ Ideenwettbewerb bewerben und so ihre Idee auf den Weg bringen. Wohin das führen kann, zeigt die Geschichte von Philipp Maasch und Daniela Schob, die 2021 mit ihrem „Silencemaker“ überzeugten und ihre Erfindung seitdem weiterentwickeln.

 

Daniela Schob und Philipp Maasch mit dem Prototypen ihres “Silencemakers”.

Wenn etwas im eigenen Alltag stört, werden ja viele kreativ. So auch Daniela Schob. Früh am Morgen, zu früh, polterten mal wieder die Autos über das Kopfsteinpflaster der Straße vor ihrem Haus. Genervt vom Lärm, der die Nachtruhe unsanft und abrupt ein Ende finden ließ, klagte sie ihrem Kollegen Philipp Maasch ihr Leid.

Als die beiden den ausgeschriebenen innofab_ Ideenwettbewerb entdeckten, lernte eine Idee schnell laufen. Inspiriert machten sich die beiden Maschinenbauer ans Werk, es brauchte „ein Gadget, das Geräusche der Umgebung eliminiert“, erinnert sich Daniela. Einen „Silencemaker“. Der Wettbewerb war Chance zur Verwirklichung und erster Markttest in einem.

Da beim innofab_ 2021 digital gepitcht wurde, verwandelten die beiden die Wohnung von Philipp in ein kleines TV-Studio… und hatten Erfolg. Der „Silencemaker“ überzeugte Jury und Publikum gleichermaßen: Die beiden sicherten sich gleich zwei Hauptpreise, was die Arbeiten an einem Prototyp ermöglichte. „Wir hätten das Projekt ohne den Wettbewerb nicht angefangen“, berichtet Philipp. „Dafür ist die Entwicklung zu teuer. Die Preise minderten unser finanzielles Risiko – und das macht den Kopf frei.“

„Wir hätten das Projekt ohne den Wettbewerb nicht angefangen.“

Das Kreativduo investierte nach dem innofab_ Ideenwettbewerb in eine Workstation sowie in Rechen- und Akustiktechnik, kam voran, aber stellt seitdem auch immer wieder fest, wo die Theorie in der Praxis an Grenzen stößt. „Da ist viel Trial and Error“, beschreibt Daniela den Erfindungsalltag, während Philipp schmunzelnd ergänzt, man müsste „Elektrotechnik, Akustik und Informatik studieren, um die einzelnen Probleme lösen zu können.“ Beide sind wissenschaftliche Mitarbeitende im Fachgebiet Technische Mechanik und Maschinendynamik an der BTU Cottbus-Senftenberg und freuen sich, dass dieses Umfeld ihnen kompetenten Rat ermöglicht, um in ihrer Freizeit mindestens ein-, zweimal die Woche weiter am „Silencemaker“ zu arbeiten. Sobald der Prototyp fertig ist, folgt der nächste Schritt: Zwei Geschäftsführer aus dem Freundeskreis der beiden können es kaum erwarten, die Geräte in deren Großraumbüros zu testen.

Daniela Schob und Philipp Maasch stellten den Silencemaker neben dem innofab_ Ideenwettbewerb 2021 auch auf der BTU-Pitchmesse vor.

„Das positive Feedback und der Zuspruch haben mir ebenso geholfen wie das Pitch-Training.“

Ganz anders das Projekt „Endlich“ von Peter Kessel (ehemaliger Mitarbeiter an der TH Wildau). Wie man mit Bestattungskultur, also mit Tod und Trauer anders umgehen könnte, beschäftigte Peter schon in seiner Masterarbeit. Danach verschwanden die Gedanken in einer virtuellen Schublade. Er startete ins Berufsleben und verfolgte keine eigene Gründung, bis ihn der innofab_ Ideenwettbewerb animierte, das Thema noch einmal anzugehen.

Auch wenn seine Plattform www.neuebestattungskultur.de, die sich als Magazin und Marktplatz für neue Bestattungskultur versteht, einen anderen Ansatz als das eher „technologischen Prototyping“ hat, wie Peter Kessel es selbst beschreibt, „haben mir das positive Feedback und der Zuspruch ebenso geholfen wie das Pitch-Training.“ Dank dieses Gründungsspirits ist er wieder am Thema dran und gerade dabei ein Geschäftsmodell zu entwickeln.

Ideen zu verfolgen oder weiterzudenken, lohnt sich also. Und der innofab_ Ideenwettbewerb möchte alle Interessierten ermutigen, ihre Idee einzureichen. Vordenkerinnen und Erfinder haben dazu noch bis zum 16. Mai 2022 Gelegenheit.
Am innofab_ Ideenwettbewerb teilnahmeberechtigt sind aktiv forschende Studierende, Mitarbeiter:innen, Professor:innen und Alumni (Abschluss ab 2017) der TH Wildau und der BTU Cottbus-Senftenberg. Die Teilnahme ist sowohl als Einzelperson als auch als Team möglich. Es besteht die Chance auf Preise im Gesamtwert von 4.000 Euro.
Im Rahmen des 7. BTU-Transfertages am 14. Juni 2022 bewertet eine siebenköpfige Jury die Ideen-Pitches und kürt die Gewinner:innen.

Der innofab_ Ideenwettbewerb ist ein regionaler Wettbewerb für die Wissenschaft und eine gemeinsame Initiative der TH Wildau und der BTU Cottbus-Senftenberg durch die Projekte Innovation Hub 13, Startup Revier EAST sowie durch das Startup Center und den Gründungsservice der Hochschulen.

Infos + Bewerbungsunterlagen unter www.innohub13.de/innofab

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Der „Innovation Hub 13 – fast track to transfer“ der Technischen Hochschule Wildau und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg gehört zu den 29 ausgewählten Gewinnern der Bund-Länder-Förderinitiative „Innovative Hochschule”, ausgestattet mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF und des Landes Brandenburg. Weitere Informationen finden Sie unter www.innovative-hochschule.de

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