Am 12.11.2018 fand die Clusterkonferenz Kunststoffe und Chemie statt. Unternehmer, Wissenschaftler und Unterstützer der Branche trafen sich in Wildau, um über das Thema „Masterplan 2.0 – Nachhaltigkeit im Cluster Kunststoffe und Chemie“ zu diskutieren.

In einem Keynote-Vortrag wurde zunächst die Initiative „Chemie³“ vorgestellt, einem in Deutschland einmaligen Zusammenschluss der branchenrelevanten Interessenverbände Verband der Chemischen Industrie e.V. (VCI), Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und Bundesarbeitgeberverband Chemie (BAVC). Chemie3 setzt sich für mehr Nachhaltigkeit in der Chemieindustrie einsetzt. Berthold Welling (VCI) erläuterte den Dreiklang der Nachhaltigkeit, der aus der gleichwertigen Berücksichtigung von Ökonomie, Ökologie und Sozialem besteht. Die Initiative bietet zum Beispiel einen Nachhaltigkeitscheck für Unternehmen an. Durch die Erarbeitung von 40 Fortschrittsindikatoren soll zudem die Entwicklung der Nachhaltigkeit in der Branche messbar werden.

Dr. Wolfgang Falter (Deloitte Deutschland) beleuchtete in seinem Vortrag die zunehmende Verzahnung von Digitalisierung und der Chemiebranche und ging der Frage nach, wer das neue „Chemazon“ der Chemie- und Kunststoffindustrie wohl sei. Obwohl eine eindeutige Beantwortung dieser Frage ausblieb, wurde den Zuhörern ein Überblick über neue Strategien bei den Akteuren der chemischen Industrie von Produzenten, Logistik- und Vertriebsanbietern, über E-Retailer und Startups bis hin zu den Endkunden gegeben.

In Anwesenheit des Ministers für Wirtschaft und Energie des Landes Brandenburg, Prof. Dr. Jörg Steinbach, wurden anschließend die Auszeichnung „Bester Azubi in der Kunststoffverarbeitung“ und die Nachhaltigkeitspreise des Clusters Kunststoffe und Chemie verliehen. Die ausgezeichneten Unternehmen LXP Group GmbH und ESE GmbH haben besonders nachhaltige Prozesse in der Verarbeitung biobasierter chemischer Grundstoffe und der Kunststoffverarbeitung etabliert: WFBB News

Im zweiten Teil der Clusterkonferenz hatten alle Teilnehmenden die Gelegenheit, aktiv an der Planung des zukünftigen Masterplans 2.0 des Clusters Kunststoffe und Chemie mitzuwirken und ihre Ideen für Zukunftsthemen einzubringen. In einem interaktiven Forum wurde in Kleingruppen und im Plenum angeregt diskutiert. Die Ergebnisse werden nun vom Clustermanagement zusammengefasst und bilden die Grundlage für weitere Diskussionen. Bis zur nächsten Clusterkonferenz, so der Plan, soll ein Entwurf für den Masterplan 2.0 präsentiert werden.

Abschließend fanden gemeinsam vom Innovation Hub 13 und der WFBB organisierte Laborrundgänge an der TH Wildau in den Forschungsgruppen „Polymere Hochleistungsmaterialien“ und „Mikrosystemtechnik/Systemintegration“ statt. Die Gäste konnten sich hier über die Forschungs-, Entwicklungs- und Projektaktivitäten der Forschergruppen in den Themenbereichen Materialtechnik, Materialanalytik, Kunststofflabor, Medizintechnik und 3D-Drucker informieren.

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