Die zweite Abendveranstaltung der Themenreihe „Künstliche Intelligenz → verständlich“ lockte am 09. März wieder viele Interessierte in die Bibliothek der TH Wildau. Der Schwerpunkt lag dieses Mal auf dem Thema KI im Arbeitsalltag. Die nächste Veranstaltung wird im zweiten Quartal 2020 stattfinden und in unserem Kalender rechtzeitig bekannt gegeben.

Für die zweite Veranstaltung konnte Prof. Sebastion Pokutta, Vizepräsident des Zuse-Institut Berlin und Professor an der TU Berlin, als Keynote Speaker gewonnen werden. In seinem Vortrag „Anwendung von KI im (Arbeits-)alltag“ beschrieb er den Hype um den Begriff KI und was bei näherem Hinschauen dahintersteckt. KI befähigt den Einzelnen, bestimmte Aufgaben „automatisiert“ ausführen zu lassen und diese Skalierungseffekte zu nutzen. Dies wird weiterhin Produktivität und Beschäftigung entkoppeln und die Arbeitswelt beeinflussen.

Mit welchen Fragestellungen sich die Professoren des „Wildauer Netzwerk – Künstliche Intelligenz“ kurz „WiN – KI“ befassen, zeigte sich beim Format „drei Themen drei Pitches“. Prof. Frank Gillert erklärte den Bullwhip-Effekt und stellte vor, wie KI diesen Effekt in der Logistik eindämmen kann. Prof. Mark Roedenbeck stellte dar, wie Personalabteilungen mittels KI eine große Menge von Bewerbungen vorsortieren können, aber auch, wo darin die Schwachstellen liegen. Prof. Rainer Stollhoff legte dar, wie KI bei der Gesichtserkennung vorgeht und erklärte, wie geschlossene dezentrale Systeme den Nutzen erschließen und gleichzeitig die Privatsphäre schützen können.

Die Abschlussdiskussion konnte wieder die Meinung des Publikums einfangen. Die Frage „Gibt es Aufgaben, die Menschen auch in Zukunft besser lösen können als eine KI?“ wurde fast einstimmig mit ja beantwortet. Ganz im Gegensatz zur divers diskutierten Frage, ob man Entscheidungen von KI Vertrauen schenkt. Dieser interessante KI-Abend endete mit vielen kleineren Gesprächsgruppen und dem Feedback eines Gastes: „…wirklich verständlich, ich komme gerne wieder“.

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