Am 19. November 2019 fand die feierliche Auftaktveranstaltung zum Innovationscampus Elektronik und Mikrosensorik Cottbus (iCampµs) an der BTU Cottbus-Senftenberg statt. Der iCampµs ist das erste wissenschaftliche Vorhaben Brandenburgs im Sofortprogramm des BMBF im Rahmen des Strukturwandels. Es ist zunächst auf 26 Monate ausgelegt und wird mit insgesamt 7,5 Mio. € gefördert.

Der iCampµs fokussiert auf das Thema Mikrosensorik. Mikrosensoren erfassen physikalische Größen, Prozesse und Zustände. Sie sind vernetzt und in der Lage zu kommunizieren. Mikrosensoren sind die Basis für intelligente, automatisierte Systeme. „Die Mikrosensorik ist der Träger der Digitalisierung“, so Prof. Ina Schieferdecker (Leiterin der Abteilung Forschung für Digitalisierung und Innovationen im BMBF) in ihrem Grußwort. Prof. Harald Schenk (Fachgebietsleiter an der BTU, Institutsleiter des Fh-IPMS und iCampµs Projektleiter) ergänzt: „Mikrosensorik liefert die Schnittstelle zur Realität.“ Somit ist in Zukunft ein enormer Einfluss der Mikrosensorik in diversen Anwendungsfeldern zu erwarten: Landwirtschaft 4.0, Industrie 4.0, Smart Mobility, Smart Health, Smart Cities, Smart Living etc. Dennoch sind die Anforderungen an Mikrosensoren je nach Einsatzgebiet ganz unterschiedlich. Somit bedarf es vieler Speziallösungen, wozu Kompetenzen gebündelt werden müssen.

Hier setzt der iCampµs an und sein Motto ist Programm: fünf Partner – ein Campus! Der iCampµs bündelt die Kompetenzen von BTU, IHP, FBH, Fh-IZM und Fh-IPMS an einem gemeinsamen Standort in Cottbus, um hier Synergien zu schaffen. Solch ein institutionsübergreifender Innovationscampus bedarf großer Anstrengungen, aber „hier haben sich die richtigen Menschen zu richtigen Themen am richtigen Ort und zur richtigen Zeit zusammengefunden“, so Prof. Christiane Hipp (amtierende Präsidentin der BTU).

So wird es möglich sein, zu den sechs definierten Themenkomplexen schnell FuE-Ergebnisse mit hohem Verwertungspotential zu generieren. Bereits bei der internen Auftaktrunde der fünf Partner wurde laut Prof. Schenk schon das Potential für mindestens fünf Ausgründungen ausgemacht. Die Themenkomplexe klingen dabei überaus spannend und aktuell: mit KI-Algorithmen verknüpfte Sensoren zur Prozessüberwachung, mittels Drohnen fliegende Mikrosensoren, mobile & energiearme Systeme für Medizinanwendungen, energiearme Sensorknoten, neuartige Gassensoren und kompakte optische Sensorsysteme.

Durch die Aktivitäten des iCampµs soll der Transfer anwendungsorientierter FuE-Ergebnisse in Unternehmen, die Initiierung technologieorientierter Ausgründungen und nicht zuletzt die Stärkung der Attraktivität der Region für Fachkräfte und Studierende vorangebracht werden. Hierfür stellt der Innovationscampus eine wunderbare Ergänzung zum Innovation Hub 13 dar, so Prof. Schenk. Der Innovation Hub 13 erprobt und etabliert neue Transferstrukturen. Der iCampµs generiert mit neuen transferfähigen, applikationsrelevanten Ergebnissen die passenden Inhalte dafür. So werden durch die gemeinsamen Aktivitäten von Innovation Hub 13 & iCampµs neue Synergien entstehen, von denen alle profitieren. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Niederlausitz aktuell vom 21.11.2019 – ein Artikel und Gespräch mit Prof. Schenk zum Auftakt des iCampµs: externer Link

Weitere Informationen zum iCampµs: externer Link

Einige Impressionen vom Auftakt:

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