Die HUMBOLDT-VIADRINA Governance Platform hatte für den 12./13. Juni 2019 zum Austauschforum „Transdisziplinarität: Stärken“ ins Allianz Forum nach Berlin eingeladen. Der Einladung sind Akteure aus ganz Deutschland gefolgt, die entweder zum Thema Transdisziplinarität forschen oder in Projekten mit einem transdisziplinären Ansatz tätig sind. Den Auftakt der Veranstaltung bildete ein Impuls von Professor Gesine Schwan, die auf eine langjährige Erfahrung in diesem Bereich verfügt. In ihrer Arbeit widmet sie dem Aspekt der Transdisziplinarität besonderes Augenmerk. Das Wechselspiel zwischen Wissenschaft und Gesellschaft ist nach Meinung von Frau Schwan ein ganz wichtiger Punkt bei der Entwicklung von Lösungen für technische und gesellschaftliche Fragen. In diesem Prozess solle es einen Trialog zwischen Gesellschaft, Wissenschaft und organisierter Zivilgesellschaft geben. Dies stelle sicher, dass verschiedene Perspektiven der Gesellschaft einbezogen werden, so Frau Schwan.

Die Motivation von Wissenschaftler*innen an transdisziplinären Projekten teilzunehmen ist nicht immer hoch, da die Zielstellung zu Beginn des Projekts offen sein kann, der Erfolg oft nicht absehbar ist, der Aufwand im Projekt hoch sein kann und der finanzielle Anreiz nicht sehr hoch ist. Hinzu kommt, dass die Publikation der erzielen Ergebnisse schwierig sein kann. Aus den genannten Gründen ist die Bereitschaft an partizipativen Projekten teilzunehmen bei Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler*innen größer als bei Forscher*innen aus dem Bereich Natur- oder Ingenieurwissenschaften. Hinzu kommt, dass die Finanzierung solcher Projekte schwieriger ist als in klassischen interdisziplinären Projekten. Es gibt bisher nur wenige Förderinstrumente, mit denen ein transdisziplinärer Ansatz gefördert werden kann.

Intensive Gruppenarbeit

Gruppenarbeit der Teilnehmer*innen

Die Erfahrungen ausgewählter Teilnehmer in transdisziplinären Projekten wurden in kurzen Impulsbeiträgen berichtet. Hier hatte auch Stefan Kamlage die Möglichkeit den Innovation Hub 13 und die im Projekt genutzten Werkzeuge zu präsentieren. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch intensive Gruppenarbeit mit den Schwerpunkten „Hürden und Erfolgsbedingungen transdisziplinärer Forschung“, „Akteurs- und Projektmanagement in transdisziplinären Projekten“ sowie „Zielgruppen und Ergebnisse“.

Der Austausch der Teilnehmer war sehr intensiv und hat überaus interessante Einblicke in die verschiedenen Projekte geliefert. Auch in der Projektregion des Innovation Hubs gibt es bereits erste transdisziplinäre Projekte, so zum Beispiel im Rahmen der Initiative „Kommune innovativ“ in Weißwasser und in Schwarzheide wo ein Reallabor zur Energiewende entstehen soll. Die Erkenntnisse aus dem Forum werden in die Arbeit des Innovation Hubs einfließen und der weiterführende Austausch mit den anderen Teilnehmern wichtigen Input liefern.

Die Bilder wurden freundlicherweise von der  HUMBODT-VIADRINA Gvernance Plaftorm gGmbH zur Verfügung gestellt.

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