Am 05.11.2018 ist das Netzwerk des IMI Brandenburg zum 3. Jahrestag an der Universität Potsdam zusammengekommen. In der Begrüßung erwähnte Herr Prof. Dr.-Ing. Ulrich Berger, Lehrstuhl Automatisierungstechnik der BTU Cottbus-Senftenberg, das unterschiedliche Wirtschaftswachtum in Deutschland und China. Während man im Reich der Mitte momentan bei über 6 % äußerst unglücklich ist, wird das brandenburgische Wirtschaftswachstum mit 2,3 % hoch gelobt. Bewundert wird in weiten Teilen Asiens aber weiterhin unsere deutschlandweite KMU-Unternehmensstruktur. Und genau da setzen die Förderprojekte der Region (u. a. mit der Beteiligung der Hochschulen BTU Cottbus-Senftenberg und der TH Wildau) wie das IMI, das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Cottbus und der Innovation Hub 13 an.

Herr Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau von der Universität Potsdam stellte im weiteren Verlauf den Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik vor und wies auch noch einmal auf die Weiterbildung am Arbeitsplatz hin. Denn nur mit ihr kann, im Gegensatz zu kurzfristigen Präsenzseminaren, eine erfolgreiche und stetige Weiterbildung garantiert werden.

In seinem Impulsvortrag “Erfolgsfaktor Digitalisierung” wies Ingo Siedel von der Siemens AG auf die Vorteile der Digitalisierung in produzierenden Unternehmen hin. So können Produkte durch digitale Prozesse wie Planung, Digitaler Zwilling, Produktionssimulation und systemunterstützte Auswahl der geeigneten Produktionshilfsmittel in einem weit ausgereifteren Stand entwickelt werden. Materialien können auch virtuell getestet werden, welches den Prozess des Testens von Prototypen stark beschleunigt und so kostengünstiger auszuführen ist. Letztendlich lässt sich sagen, dass sich die “time-to-market” durch die Digitalisierung erheblich verkürzen lässt.

Im zweiten Unternehmensvortrag betonte Michael Zerkowski von der Inmacom, dass die Digitalisierung nicht mit der Automatisierung gleichgesetzt werden sollte. Diese zwei wichtigen Meilensteine in der Unternehmensentwicklung sollten immer getrennt von einander betrachtet werden. Im Zuge der Digitalisierung ist auch darauf zu achten, skalierbare Systeme zu schaffen und die eigene Marktpositionierung auszubauen und zu verstärken.

Ein weiteres interessantes Angebot für Unternehmen stellte Herr Torsten Kaden vom SIBB e. V. mit dem Digitalisierungsfinder vor. Über diese Plattform können sich interessierte Unternehmen melden, wenn sie einen konkreten Ansprechpartner aus der IT-Wirtschaft benötigen.

Abschließend konnte zu diesem Termin die Lernfabrik des Forschungs- und Anwendungszentrums Industrie 4.0 besichtigt werden.

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