Am 24. und 25.09.19 fand das Schwarzheider Kunststoffkolloquium bereits zum 17. Mal statt. Etwa 90 Gäste hauptsächlich aus der Industrie trafen sich im Kulturhaus der BASF, um sich über Neuentwicklungen in der Kunststofftechnik, Compoundierung, Spritzguss und Biopolymere auszutauschen. Die Akteure waren sich einig, dass Nachhaltigkeit und die Umstellung auf eine zirkuläre Wirtschaft die treibenden Parameter der Kunststoffindustrie sind. Das zur Zeit angeschlagene Image der Kunststoffindustrie im Hinblick auf Klima- und Umweltschutz war einer der Themenschwerpunkte des Eröffnungsvortrages aber auch der nachfolgenden Fachvorträge am ersten und zweiten Konferenztag. Konsens besteht darin, dass die weltweit 350 Mio. Tonnen produzierter Kunststoffe nachhaltig hergestellt werden, sie für langlebige Produkte eingesetzt werden und eine Wiederverwendung möglich ist. Im Bereich der Verpackungen ist ein enormer Anstieg der Nachfrage nach einer Substitution der Materialien durch Rezyklate oder biobasierten und biologisch abbaubaren Kunststoffen zu verzeichnen. Neben den Beiträgen aus Industrie und Wissenschaft stellte sich auch ein Zukunftsnetzwerk für biobasierte Polymere vor: “BioFon“. Dieses dient als interdisziplinäre Forschungsnetzwerk für Akteure aus dem Bereich der biobasierten Polymerwerkstoffe. Ab dem 10.10.2019 startet die online Plattform dieses bundesweiten Netzwerkes, in welchem sich wissenschaftliche Einrichtungen, Institutionen, Unternehmen sowie weitere Netzwerke mit ihren Kompetenzen aber auch Partnergesuchen registrieren lassen können. Das Ziel ist es, konkrete Entwicklungsprojekte mit ausgeprägtem interdisziplinärem Charakter zu initiieren. Möglich ist es so, eine bundesweite Kompetenz-Karte entstehen zu lassen, welche das Know-How auf dem Gebiet der Bioplymere in Deutschland widerspiegelt.

Zwei Transferscoutinnen des Innovation Hub 13 nutzten die Gelegenheit, das Know-How der Technischen Hochschule Wildau und der Brandenburgisch-Technischen Universität Cottbus-Senftenberg im Bereich Kunststofftechnik zu präsentieren. In vielen Vorträgen der Industriepartner wurde deutlich, dass die Zusammenarbeit mit Hochschulen ein überaus fruchtbarer Weg für zahlreiche Innovationen ist.

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